Digitalisierung findet nicht im Bällebad statt

Im Zeitalter der neuen Realität mit Corona gehört Digitalisierung in das Herz des Unternehmens

Noch 2019, als es allen gut ging, hatten viele Führungskräfte alle Hand zu tun, sich um das laufende Geschäft zu kümmern und die Digitalisierung kleinen kreativen Gruppen überlassen Diese haben dann oft abseits der rauen Unternehmenswirklichkeit auf Sitzkissen und in Kreativräumen ein Eigenleben entwickelt. Im Rahmen des Kostendrucks der bevorstehenden Rezession und des Anpassungsdrucks an eine neue digitale Realität ist ein anderes Vorgehen erforderlich. In diesem Artikel nenne ich drei Gestaltungselemente einer gelungenen digitalen Transformation.

 

1. Entscheidend sind gut durchdachte und umfassende Use Cases

Use Cases sind klare Beschreibungen eines Systems aus Benutzersicht. Wichtig ist, dass die Use Cases so umfassend sind, dass der Nutzer ein einmaliges Erlebnis und eine echte Arbeitserleichterung hat. Das ist eine Lösung aus einem Guss, kein Stückwerk aus Insellösungen und komplizierten Schnittstellen. Ich gebe hier zwei Beispiele:

  • private Krankenversicherung aus Sicht des Versicherten: Das regelmäßige Einreichen von Arztrechnungen zur Erstattung genauso wie die Abrechnung geschieht heute in Papierform. Erste Versicherer bieten hierfür Apps an. Auch das ist noch zu kurz gesprungen. Was erleichtert mir als Kunde die Arbeit wirklich: Meine App scannt eine Arztrechnung genau einmal, am besten einen QR-Code. Durch den Scan wird in einem Schritt eine Banküberweisung zur Bezahlung erstellt (mit Einhaltung Zahlungsziel) und sie wird bei der Versicherung zur Erstattung eingereicht.

  • Arbeitsvorbereitung aus Sicht eines Instandhaltungstechnikers: auf dem Bildschirm des Tablets erscheint der Tagesplan mit allen Einsätzen und allen nötigen Einsatz-Informationen zum Beispiel: Standort, Einsatzzeit, Fehlermuster KI-Auswertung, Beobachtungen / Fotos von Maschinenbedienern / Werkern, ...

Die Erarbeitung von Use Cases kann nicht einer kleinen Expertengruppe überlassen werden, das ist Teil der Unternehmensentwicklung und Verantwortung des Managements, ebenso wie deren Priorisierung.

So entwickeln Sie Use Cases in 6 Schritten

Sehen Sie hier, wie Ihnen meine Methode hilft, Ihren Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten ein einzigartiges digitales Erlebnis zu bereiten, sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und profitabler zu werden. 

2. Die Digitalisierung braucht im Unternehmen eine Organisation, die einerseits den Wandel vorantreibt und andererseits ins Tagesgeschäft des Unternehmens eingebunden ist.

Sie muss geführt werden kann und dennoch Spielraum für Kreativität bietet. Es gibt dafür viele mögliche Ausprägungen, und die Entscheidung richtet sich nach der Unternehmensorganisation. Die Digitalisierungs-Organisation kann mehr oder weniger zentralisiert sein, nach Ländergruppen oder Produktbereichen oder Unternehmensfunktionen organisiert sein, entscheidend ist, dass sie die Linienorganisation spiegelt und auf allen Ebenen genug Anknüpfungspunkte zu ihr hat.

 

3. Die Digitalisierung muss sich schrittweise weiterentwickeln

Sie muss schnell und beständig konkrete Zwischenergebnisse zeigen. Agil arbeiten heißt sich inkrementell auf das Ziel zuzubewegen und sich auf dem Weg an veränderte Umgebungsbedingungen anzupassen. Zum agilen Vorgehen, siehe meinen Beitrag unten.

Agile Restrukturierung - geht das?

Lesen Sie hier, wie unter  Liquiditäts- und Restrukturierungsdruck Ihr Unternehmen wieder auf einen stabilen Wachstumspfad gebracht werden kann. Wie Sie in neuen Märkten und mit einem digitalen Angebot neue Kunden und Aufträge gewinnen können.

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